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Deathday 2 - Die Rückkehr

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Deathday 2 - Die Rückkehr

Beitrag  Hatsuharu am Mi März 03, 2010 9:45 pm

Ich Hatte seid langen schon vor die trilogie (deadday,dreamer, und Darkness) fort zu führen!




Prolog
Er wusste nicht, wie er gestorben war und warum. Aber er wusste, dass er keinen Frieden finden würde. Das war ihm bereits bewusst, bevor er vor das Himmlische Gericht trat. Langsam folgte er seinem Todesengel die Stufen hinauf. Auch er würde einer werden, das ahnte er. Aber wieso eigentlich? Warum hatte er keine Erinnerungen mehr an sein Leben? Selbst sein Todesengel schwieg. Ganz gleich wie oft er versuchte mit ihm zu reden. Was war passiert?
Plötzlich blieb der Todesengel stehen. Sie hatten das Portal erreicht. Er schluckte. Zögernd trat er neben den Todesengel und sah ihn an. Dieser erwiderte seinen Blick nicht, sondern wartete bis sich das Portal öffnete und ging dann hindurch. Er folgte ihm.
Würde er jemals erfahren, warum er starb? Was war Zeit seines Lebens alles geschehen? Wer war er? Hatte er Familie? Freunde? Oder hatte er sogar… jemanden geliebt? Wen? So viele Fragen, und für keine gab es eine Antwort. Doch das war jetzt egal. Er würde es sowieso niemals mehr erfahren.
Noch ehe er sich versah, bekam er seine Sanduhr vom hohen Rat und auch ein Schutzengel wurde ihm als Partner zugewiesen. Es war soweit. Von diesem Zeitpunkt an, wird er sein Dasein als Todesengel fristen und auf seine Erlösung warten. Auf dem oberen Rand der Sanduhr war der Name des Menschen eingeritzt, dessen Seele er am Ende erhalten wird: Luca.

Kapitel 1
Er saß neben ihr auf der Bettkante und starrte die Sanduhr an. Die alte Frau lag und betrachtete ihn mit einem müden aber freundlich wirkendem Blick. Sie ließ einen leisen Seufzer vernehmen.
“Warum schaust du so bedrückt? Du solltest dich freuen. Du wirst erlöst.”, sagte sie, und ihre Stimme klang fest, sodass man ihren baldigen Tod nicht erwartete. Der Todesengel zuckte nicht einmal mit der Wimper. Er starrte weiterhin die Sanduhr in seiner Hand an. Der Schutzengel stand etwas abseits neben dem Fenster. Eigentlich wollte er die beiden allein lassen, aber auch er wollte sich noch verabschieden. Und dennoch… warum fiel es ihm so schwer? Es zerbrach ihm fast das Herz. Sie hatten zusammen eine Menge durchgemacht. Trotzdem war es jetzt vorbei. Das Ende kam schnell und fast unerwartet.
Nach einer langen Weile seufzte der Todesengel ebenfalls und blickte endlich die alte Frau, wenn auch traurig, an.
“Ich weiß, es klingt jetzt seltsam aber… ich wünschte, es wäre noch nicht soweit…”, flüsterte er sanft. Die Frau hob ihre Hand, nahm die ihres Todesengels und strich mit dem Daumen leicht darüber.
“Nichts ist unendlich… Luzifer…”, sagte sie lächelnd. “Und ich danke dir, dass du mir mein Leben gelassen hast. Es war lang genug. Ich habe viel erlebt. Und ich bin sehr glücklich mit Drake gewesen. Doch jetzt werde ich ihm ins Jenseits folgen.”
Luzifer beugte sich vor und küsste sie auf die Stirn.
“Ich verdanke dir aber auch eine ganze Menge, Lucy.”, erwiderte er. “Ich schätze mal, ich bin trotz meines Daseins als Todesengel, sehr glücklich gewesen.”
Gabriel lächelte und sah aus dem Fenster.
“Er kommt.”, sagte er leise, aber Luzifer hörte es.
“Dein Enkel.”, sagte er zu Lucy. “Er ist hier, um sich zu verabschieden.”
Lucy nickte. Nur wenige Augenblicke später stürzte ein Junge, im Alter von 18 Jahren, in das Zimmer.
“Großmutter!”, rief er aufgeregt und lief zu ihr. “Ich bin so schnell gekommen wie ich konnte, Großmutter Lucy. Wie geht es dir?”
Er hatte braunes Haar und braune Augen, wie alle in der Familie Lucrifer. Lucy lächelte ihn an.
“Du hast es ja noch rechtzeitig geschafft, Luca.” Sie deutete auf ein Kästchen auf ihrem Nachttisch. “Das ist für dich.”
“Was ist drin?”, fragte er und nahm das Kästchen in die Hand.
“Ein Geschenk, das dir mein Todesengel überreicht.”
“Du meinst Luzifer?”
Luca sah sie verwundert an. Seine Großmutter hatte ihm viel von Luzifer und Gabriel erzählt. Aber warum bekam er von dem Todesengel was geschenkt?
“Er meinte, du könntest es vielleicht brauchen.”, erwiderte Lucy. Luca wollte das Kästchen öffnen, aber seine Großmutter hielt ihn zurück.
“Du solltest es später öffnen. Nicht jetzt.”, sagte sie. “Wo sind denn deine Eltern?” Ihr Enkel stellte das Kästchen zurück. “Sie wollten auch gleich kommen. Wie lange hast du noch Zeit?”
Luzifer schluckte. Er hatte geahnt, dass diese Frage kommen würde, aber er hatte die ganze Zeit über versucht, nicht daran zu denken. Doch jetzt wurde ihm bewusst, wie schnell die Zeit verging. Er merkte, wie Tränen anfingen seine Sicht zu trüben und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen ehe er sagte, dass es noch eine gute Stunde war. Lucy war ihm in all den Jahren sehr ans Herz gewachsen. Auch wenn er sich nicht mehr an seine Vergangenheit erinnern konnte und er über seine Gefühle hinweggekommen war, hatte er sie dennoch sehr gern und der Abschied fiel ihm nicht leicht. Sie werden sich verabschieden müssen. Auch seine Zusammenarbeit mit Gabriel war hiermit beendet. Luzifer gab es nur ungern zu, aber irgendwie mochte er diesen Schutzengel. Er und Lucy waren die wichtigsten Personen für ihn gewesen. Aber er hatte keine Wahl. Lucy würde sicherlich als Engel Gottes weiterexistieren. Und der Geist, der das Schicksal personifiziert, wird sich auf Luca übertragen.
Lucy… der Junge tat ihm schon beinahe Leid… Ob er auch Schlimmes durchmachen wird? Das Schicksal in den Händen zu halten ist mit Sicherheit eine schwere Bürde. Aber Lazarus wird bestimmt auf den Jungen aufpassen. Immerhin war er sein Schutzengel. Und hoffentlich etwas zuverlässiger als Gabriel…
Nun kamen auch endlich Lucy’s Tochter und dessen Ehemann in das Zimmer. Lucy’s Tochter war wirklich eine Schönheit mit ihren langen braunen Haaren und den braunen Augen. Lucy hatte ihr den Namen Lucia gegeben. Luzifer wusste bis Heute nicht, warum sie ihr diesen Namen gegeben hatte. Der Name kam ihm bekannt vor, aber er konnte sich nicht erinnern, warum. Ganz egal, wie sehr er sich auch anstrengte.
Der Sand in der Sanduhr des Lebens war durchgelaufen.
“Luzifer…?”, flüsterte Gabriel unsicher.
“Ja, ja… ich weiß…”, entgegnete der Todesengel grimmig und nahm seine Sense. “Lass uns gehen, Lucy… es wird Zeit.”
Die alte Frau lächelte. “Passt auf euch auf. Und du ganz besonders, Luca.”, sagte sie bevor sie endlich die Augen schloss und sich ihre Seele von ihrem Körper löste. Lucia wischte sich die Tränen weg, ging zu Fenster und öffnete es. Luca konnte es nicht sehen, aber er konnte sich gut vorstellen, dass Luzifer und Gabriel mit der Seele seiner Großmutter nun wegflogen. Er ließ die Hand der verstorbenen Frau langsam los und ging ans Fenster. Stumm sah er zu den Wolken auf. Ob aus Großmutter Lucy auch ein Schutzengel werden würde?

Gabriel und Luzifer standen vor dem Himmlischen Gericht und warteten auf eine Entscheidung. Lucy’s Seele hatte inzwischen die Gestalt einer jungen Frau Mitte 20 angenommen. Aber ihre langen Haare waren schimmernd weiß.
“Es ist lange her, seit ich das letzte Mal hier war.”, stellte Luzifer fest. Einer der Ältesten erhob sich.
“Luzius wird von seiner Arbeit als Todesengel hiermit erlöst. Seine Seele wird auf der Erde wiedergeboren.”
“Na, herzlichen Glückwunsch!”, sagte Gabriel und klopfte Luzifer auf die Schulter. “Du darfst einen Neuanfang starten.”
Luzifer lächelte traurig. “Dann werden wir uns jetzt verabschieden nehme ich an…” Gabriel runzelte die Stirn. “Quatsch! Von dir werde ich mich bestimmt nicht verabschieden!”, entgegnete er und drehte sich mit verschränkten Armen um. “Und ich werde dich bestimmt auch nicht vermissen!”, erwiderte der Todesengel und drehte sich zur anderen Seite. Lucy sah die beiden an und seufzte. “Also… ich werde euch beide sehr vermissen. Ich glaube kaum, dass ich Gabriel oft sehen werde. Ich werde bestimmt viel zutun haben.”, sagte sie. “Könnt ihr euch denn nicht wenigstens für einen Moment vertragen?”
Luzifer und Gabriel drehten sich zueinander um. Der eine schien dem anderen etwas sagen zu wollen, aber sie schwiegen. Lucy folgte schließlich einem der Ältesten des Gerichts und auch Luzifer wurde abgeführt. Gabriel verweilte noch einige Augenblicke ohne sich von der Stelle zu bewegen. Dann kniete er sich hin und faltete die Hände zum beten.
“Herr, bitte wache über diesen Idioten und sorge dafür, dass sein neues Leben besser verläuft als sein vergangenes.”, murmelte er. “Ich wünsche dir alles Glück dieser Welt, Luzifer…”

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